Wie man seinem Kunden etwas wie Angry Birds entwickelt

Ob Angry Birds, Flappy Bird oder die ersten Facebook-Spiele, in denen man zum Bauern wurde: Sobald es neue Spiele gibt, werden Kunden auf einen Entwickler zukommen und sagen, dass man auch so etwas haben will. Wie geht man mit diesem Kunden um?

Das erste Gespräch

In einem ersten Gespräch sollte man dem Kunden erst einmal erklären, dass man eine Spielidee nicht einfach kopieren kann, man sie aber adaptieren kann. Daraus lässt sich dann eine Spielgeschichte entwickeln, die sich durchaus am Original orientieren kann, aber auch Urheberrechtsgründen auch nichts zu nahe an diesem sein darf. Von den Angry Birds hat es recht schnell viele Klone gegeben, die sich aber schwer taten, gegen die starke Marke anzukommen.

Die Story

Jedes Spiel hat eine Geschichte, und die muss entwickelt werden, noch bevor man sich an die Programmierung macht. Es braucht auch ein Spielkonzept. Gute Entwickler werden in dieser Phase dem Kunden verschiedene Arten von Spielen darlegen, die durchaus auch miteinander verbunden werden können. Bei der Story geht es vor allem darum, was die verschiedenen Spielelevel miteinander verbindet und wie sich das in Charakteren ausdrückt. Die Charakterbildung ist ein wesentliches Element im Gaming, weil sich die Spieler mit Figuren identifizieren müssen. Das zeigt auch den Erfolg von Plants vs. Zombies, dem Angy Birds Nachfolger.

Realistisch oder Cartoon?

Wenn man herausgefunden hat, welche Geschichte im Spiel erzählt wird, dann können Sie sich Gedanken darüber machen, wie diese gestalterisch umgesetzt werden soll. Je realistischer die Umgebung und die Spielerfahrung sein sollen, umso höher ist vor allem der Programmieraufwand. Aber auch Cartoons müssen erst einmal gezeichnet werden, und hier ist es besonders wichtig, dass die Spieler eine Beziehung zu den Figuren aufbauen können.

Web-basiert oder App?

Eine weitere eher strategische Frage ist, ob das Spiel nur über den Browser gespielt werden soll oder ob es auch eine App zum Herunterladen geben soll. In diese Entscheidung fließen meistens auch die finanziellen Überlegungen mit ein. Gerade Apps werden oft mit Werbung ausgestattet, die das Spiel dann finanzieren soll, so dass der Benutzer es gratis herunterladen kann. Oder aber es gibt ein Premium-Modell, bei dem der Spieler zusätzliche Level und Fähigkeiten kaufen kann – was sich in einer App oft einfacher umsetzen lässt. Meistens ist der Aufwand für die App größer, weil für zwei Plattformen (Android und iOS) mehr programmiert werden muss, dafür kann man die Spiele aber auch offline spielen. Die webbasierten Spiele wiederum haben den Vorteil, dass sie auch einfacher auf anderen Webseiten eingebunden werden können und so weitere Einkünfte generieren können.

Budgets

Viele Kunden, die bislang noch keine Games haben entwickeln lassen, sind sich nicht bewusst, welche Kosten damit verbunden sind. Deswegen sollte man gleich am Anfang darlegen, in welchen Größenordnungen sich die Entwicklung eines Spiels bewegt und welche Alternativen es gibt, wenn man die beste Lösung nicht bezahlen kann oder will.